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Der Landkreis plant die Errichtung eines Gefahrenabwehrzentrums (GAZ), in dem für den gesamten Landkreis die bislang auf verschiedene Standorte verteilten Einheiten, wie etwa das Amt für Brand- und Katastrophenschutz, die Leitstelle und die Ausbildungseinrichtungen zusammengefasst werden sollen.


Die Stadt Dieburg hatte dem Landkreis Darmstadt-Dieburg auf der Grundlage eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2017 eine Zusammenarbeit auf einer Fläche in "Dieburg Süd" angeboten. Beschlossen wurde der Neubau des städtischen Feuerwehrhauses gemeinsam mit dem GAZ. Ziel der Überlegungen der Stadtverordnetenversammlung war es, Synergien zu nutzen, die sich für Stadt und Landkreis aus dem Bau eines neuen städtischen Feuerwehrhauses und dem Gefahrenabwehrzentrum auf einer Fläche ergeben könnten.
Am Donnerstag teilte nun Landrat Klaus-Peter Schellhaas schriftlich mit, dass sich der Landkreis für einen "Standort an zentraler Stelle im Kreisgebiet außerhalb der Stadt Dieburg" entschieden hat. Hierzu Bürgermeister Frank Haus: „Nach den uns vorliegenden Informationen will der Landkreis in Roßdorf bauen.“ Der Magistrat bedauert die Entscheidung gegen Dieburg und hält die Variante einer Kombination aus Neubau des eigenen Feuerwehrhauses und des Gefahrenabwehrzentrums nach wie vor für sinnvoll. Seit vielen Jahren sind die Brandschutzbehörde, die Leitstelle und die Atemschutzübungsstrecke für den Landkreis zentral am Altstädter See in Dieburg zusammengefasst und für alle Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Umland gut zu erreichen. Aus Sicht der Stadt Dieburg gibt es zahlreiche Argumente, die für die Ansiedlung des Gefahrenabwehrzentrums in Dieburg sprechen. So kommen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit für den Landkreis in Dieburg tätig sind, entweder direkt aus Dieburg selbst oder aus der näheren Umgebung. Der Flächenverbrauch für das GAZ und das Feuerwehrhaus könnte bei gemeinsamer Nutzung von Gebäuden und Freiflächen, etwa für Übungen oder das Parken, deutlich verringert werden als dies bei einer getrennten Ansiedlung der Fall ist. Zudem ließen sich bei einem gemeinsam geplanten und ausgeschriebenen Bau in erheblichem Umfang Kosten sparen.Die Festlegung des Landkreises für einen Standort außerhalb Dieburgs ist auch deshalb als enttäuschend zu betrachten, weil die Stadt seit inzwischen drei Jahren mit ihren eigenen Plänen für den Neubau des Feuerwehrhauses zugewartet hat, um ein gemeinsames Fortschreiten mit dem Landkreis zu ermöglichen. Dem im Jahr 2017 von der Stadtverordnetenversammlung getroffenen Beschluss zum Neubau eines Feuerwehrhauses und gegen die Sanierung des Bestands am Altstädter See war eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorausgegangen. In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gaben die deutlichen Einspareffekte durch die Mitansiedlung des GAZ den Ausschlag zur Planung eines Neubaus. Mit der Entscheidung aus Darmstadt ist es nun erforderlich, dass sich die Stadtverordnetenversammlung unter den veränderten Rahmenbedingungen baldmöglichst erneut mit dem Thema Neubau oder Sanierung des Feuerwehrhauses beschäftigt. Was die weiteren Projekte des Landkreises für Dieburg anbetrifft, erklärt Bürgermeister Haus: „Es ist an der Zeit, dass bei den vielen großen Vorhaben des Landkreises wie Gefahrenabwehrzentrum, Kreishaus und vor allem dem Schulbauprogramm nun endlich Fakten geschaffen und verbindliche Pläne umgesetzt werden. Am Ende des Tages haben wir nichts davon, wenn immer nur über Dieburg gesprochen wird, sondern es muss mit den Investitionen auch vorangehen. Hier ist der Landkreis in der Pflicht.“

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