Behinderte Menschen wollen kein Mitleid, sondern die Akzeptanz ihrer Mitmenschen. Sie wollen möglichst selbständig ihren Alltag gestalten und am öffentlichen Leben teilnehmen. Hierzu zählt auch ihre volle Eingliederung in Schule, Beruf und Gesellschaft.

Die Vielzahl der in der Behinderten- und Altenhilfe tätigen Anbieter und Einrichtungen der ambulanten und stationärenen Hilfe macht es für viele behinderte und ältere Menschen schwierig, den notwendigen Überblick zu gewinnen und das passende Angebot zu finden. Das Tempo, mit  dem sich die Rahmenbedingungen unseres Lebens -egal ob privat oder öffentlich - ändern, erfordert Beratung und zusätzliche Orientierungshilfe. Den behinderten und älteren Menschen ist häufig nicht bekannt, dass es für ihre speziellen Probleme Möglichkeiten der Hilfe gibt.

Eine Aufgabe ist deshalb die Bereitstellung einer Mischung an Informationen, Hilfsmitteln und spezifischen Unterstützungsleistungen, die sich an die Betroffenen unmittelbar und persönlich wenden, die aber auch  - beispielsweise unter dem Stichwort "barrierefreie Stadt" - auf das Umfeld und die Infrastruktur zielen, d.h. ein barrierefreier Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen, Geschäften, Restaurants und Gaststätten.
Dazu gehört u.a.
- Absenkung der Bürgersteige an Straßenübergängen, Markierung von Treppenstufen und Geländern, sowie schlecht erkennbaren Hindernissen und die Einrichtung von befahrbaren Rampen
- Gestaltung von optischen und akustischen Signalanlagen für Fußgänger und die dazugehörigen Markierung der Überwege
- Schaffung von gut erreichbaren Behinderten-Toiletten
- Benutzerfreundliche Gestaltung der Nahverkehrsmittel und Haltestellen
- Bessere Erreichbarkeit von Aufzugsanlagen und deren Bedienbarkeit
- Ausweisung und Gestaltung von Behinderten Parkplätzen
- Mitwirkung bei der behindertengerechten Gestaltung von öffentlichen Neubauten

Die Stadt Dieburg ist Ansprechpartnerin für alle behinderten Menschen.
Neben der Klärung genereller Behindertenanfragen werden Hilfesuchende an die zuständigen Stellen vermittelt.
Es wird kontinuierlich an der Verbesserung der Bedingungen für Menschen mit Behinderung gearbeitet, immer vor dem Hintergrund, dass Maßnahmen für behinderte Menschen nicht nur diesen, sondern allen Bürgern und Besuchern der Stadt zu Gute kommen.

Der Beitritt der Stadt Dieburg zur Erklärung von Barcelona wurde durch die Stadtverordnetenversammlung am 17.03.2012 beschlossen.

Hier zum Vertrag.

Zum Vertrag wurden folgende Zusatzvereinbarungen einstimmig durch die Stadtverordneten für die Stadt Dieburg beschlossen:

Öffentliche Gebäude; Straßen, Plätze und Wege

Alle unter der Beteiligung der Stadt Dieburg errichteten oder geförderten Baumaßnahmen und Einrichtungen (z.B. Ämter, Kultureinrichtungen, Spielplätze, etc.) werden grundsätzlich unter
Beachtung der entsprechenden DIN-Normen zum Bauen für Menschen mit den unterschiedlichen Behinderungen geplant und gestaltet. Bei Umbauten oder Renovierungen wird entsprechend verfahren. Im Rahmen des Stadtleitbildes wird ein Maßnahmenkatalog zur barrierefreien Umgestaltung bestehender öffentlicher Gebäude und Einrichtungen entwickelt. Die Patin des Leitprojektes ist anzuhören.

Alle mit öffentlichen Mitteln der Kommune geförderten Wohnungen sind barrierefrei der entsprechenden DIN-Normen zu bauen. Bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten ist zu prüfen, ob ein barrierefreier Umbau verhältnismäßig ist. Eine bevorzugte Vergabe barrierefreier Wohnungen an mobilitätsbehinderte Menschen ist vorzusehen.

Wanderungen für Rollstuhlfahrer

z.B. von Dieburg zur Grube Messel
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Parkplätze für Menschen mit Behinderungen

Parkplatz "Auf der Leer" - 2 Stück
Parkplatz "In der Altstadt" - 2 Stück
Parkplatz "Hinter der Schießmauer/Zentturmstr." -2 Stück
Zentturmstr. - 2 Stück
Weißturmstr. - 2 Stück
Konrad-Adenauer-Str. (Post) - 2 Stück
Kratzengasse (Bereich Krankenhaus) - 3 Stück
Steinstr. (Bereich Ärztehaus) - 1 Stück
Marienstr. (Finanzamt und Schulamt) - 2 Stück
Schloßgasse (Landratsamt) - 2 Stück
Groß-Umstädter-Str. (Friedhof) - 2 Stück
Holzhäuser Weg (Schulzentrum) - 2 Stück
Am Bahnhof - 3 Stück
Am Schwimmbad - 4 Stück
Klein-Zimmerner-Str. (Kaufland-Markt) - 13 Stück
Eulengasse (Rathaus) - 2 Stück
Schwimmbadweg (Schloßgartenhalle) - 1 Stück
Henri-Dunant-Str. (Edeka-Kosch) - 1 Stück

Öffentliche Einrichtungen und Gebäude mit barrierefreien Zugangswegen
(auch bei Nutzung eines Rollstuhls erreichbar)

Stadtbücherei
Jugendcafe
Seniorentreff in Schloss Fechenbach
Feuerwehrhaus
Freibad
Rathaus

Amtsgericht

Landrtasamt

Mit Rollstuhl zugängliche Restaurants

Restaurant Römerhalle. Barriefreier Zugang, behindertengerechte Toilette

Café Bormuth, Zuckerstr., ebenerdig, WCs ebenso, aber eng, kein Behinderten-WC, geöffnet zu Öffnungszeiten der dazugehörigen Bäckerei.

Museumscafé Schloss Fechenbach, Eulengasse, geöffnet täglich außer Montags von 11.00 - 18.00h, Behinderten-WC vorhanden.

Freizeitzentrum Spießfeld, nur Kiosk, aber Behinderten-WC mit genormtem Schloss.

"Da Kuldip" im Industriegebiet, Industriestr. 40, Rampe zum Lokal, keine Behinderten-WCs, Biergarten.

Biergärten: "Schwarzer Löwe" Schlossgasse, "Mephisto" Zuckerstr., Café Ostheimer Zuckerstr., Eiscafé Rialto Steinstr., Lokale und WCs jeweils nicht ebenerdig.

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit !

Barrierefreie sanitäre Anlagen

(Nutzung auch für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer möglich)
Eine öffentliche, behindertenfreundliche Toilette befindet sich innenstadtnah auf dem Parkplatz "Auf der Leer" (genormter Schlüssel) und am Bahnhof.  Weitere behindertenfreundliche Toiletten gibt es im Rathaus am Marktplatz, im Jugendcafe auf der Leer, im Museum Schloß Fechenbach, Eulengasse und in der Stadtbibliothek, Zuckerstraße (nur zu den jeweiligen Öffnungszeiten).  Im Pater-Delp-Haus Steinstraße befindet sich ebenfalls eine behindertengerechte Toilette, allerdings ist hier der Zugang nur mit dem genormten Schlüssel möglich.

Barrierefreie Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs

Die Bushaltestellen am Kreisverkehrsplatz Rheingaustr./Groß-Zimmerner-Str/Aubergenviller Allee und am Bahnhof, sowie die Haltestellen Klein-Zimmerner-Str. (südlich der Kreuzung K 128/K 126, Straße Richtung Klein-Zimmern),  L3114/K128 (Straße Richtung Groß-Zimmern), an der Hochschule (Haltestelle Süd), an der Post, Hinter der Schießmauer und der Goetheschule sind mit Blindenstreifen und einem Kasseler Bord versehen, so dass ein ebenerdiger Einstieg in Niederflurfahrzeuge gegeben ist.
Die Bahnsteige des Bahnhofs Dieburg wurden behindertengerecht gestaltet.
Detailierte Angaben zu den einzelnen Haltestellen erhalten Sie hier.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite des Vereins
"Barrierefreies Dieburg e.v Gemeinnützig anerkannter Verein"  www.barrierefrei-dieburg.de

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