Stadtbibliothek

„Buchtipps aus der Stadtbibliothek“


Mit der Rubrik „Buchtipps aus der Stadtbibliothek“ stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre persönlichen Lieblingsbücher aus dem Bestand vor – im Oktober teilt Büchereimitarbeiterin Sibylle Träger ihre drei Leselieblinge:

Kristina Ohlssen - Die Tote im Sturm
Ein Sturm nähert sich dem verschlafenen Ort Hovenäset. In der Nacht, als das Unwetter über der idyllischen schwedischen Westküste niedergeht, passieren zwei Dinge: Die Lehrerin Agnes verschwindet spurlos, und ein neuer Bewohner taucht in Hovenäset auf. Der Stockholmer August Strindberg hat das lokale Bestattungsunternehmen gekauft – samt Leichenwagen –, in dessen Räumlichkeiten er einen Secondhand-Laden eröffnen und auch wohnen möchte. Eigentlich wollte Strindberg einen Neuanfang wagen und ein bisschen Ruhe und Beschaulichkeit an Schwedens romantischer Westküste genießen.  Als er jedoch feststellen muss, dass sein neues Domizil offenbar in Verbindung mit Agnes’ Verschwinden steht und irgendwas mit der Geschichte seines gemieteten Hauses nicht stimmt, wird er unversehens in die Ermittlungen hineingezogen und sozusagen über versteckte Spuren stolpert…

Mit diesem Krimi beginnt die August Strindberg-Reihe von Kristina Ohlsson. Sie ist meines Erachtens eine echte Bereicherung für das Genre des Schwedenkrimis. Spannend erzählt, mit den Charakteren des sympathischen und etwas skurrilen Stockholmers August Strindberg, der auffällig oft in die laufenden Ermittlungen verwickelt ist, und einer Kommissarin, die mit ihren eigenen Dämonen kämpft. Die Geschichte ist spannend erzählt, und bis zum Ende bleibt einem ausreichend verborgen, um noch die letzten Seiten genießen zu können.

Stephan Schäfer – Jetzt gerade ist alles gut
Gerade noch ist alles gut, die Koffer sind gepackt, der Urlaub kann beginnen. Da ist auch der kleine Schnitt am Finger schnell vergessen… In dem Buch „Jetzt gerade ist alles gut“ von Stephan Schäfer erzählt der Autor von einer anfangs harmlosen Verletzung, die vom einen auf den anderen Moment zu einer Sepsis und plötzlich lebensbedrohlich wird. Nachdem er dem Tod nur knapp entronnen ist, verändert diese Erfahrung für ihn die Sicht auf die kleinen Dinge, die im Alltag häufig untergehen. Der Erzähler beginnt bewusster zu leben. Er sammelt Momente:  In der Familie, in der Liebe, in Freundschaften und in der Natur. Er sucht nach dem, was wirklich Bedeutung hat. Die kurzen Geschichten sind leicht und sanft erzählt, dabei kurzweilig und laden dennoch zum Nachdenken ein.

Das Buch mit seinen leisen Tönen hat mich innehalten lassen, um mich selbst an schöne Momente zu erinnern. Es ist vielleicht auch eine Einladung, die Entspanntheit aus den Ferien mit in den Alltag zu nehmen und sich an kleinen Dingen zu erfreuen. Das Leben genießen, wie es gerade ist!

Axel Scheffler - Pip and Posy: The Scary Monster
Posy ist alleine zuhause. Draußen regnet es und Posy langweilt sich. Also beschließt sie, etwas zu backen. Während sie darauf wartet, dass ihre kleinen Küchlein fertig werden, sieht sie auf einmal eine große, struppige Hand am Fenster. Dann hört sie eine gruselige Stimme. Es klopft. Posy hat fürchterliche Angst. Als dann die Tür aufspringt und ein Monster zu sehen ist, fängt Posy an zu weinen. Oh weh! Kaum kommt das Monster jedoch ins Haus hinein, erkennt Posy die Füße ihres Freundes Pip. Er trägt ein lustiges Monster-Kostüm. Verschwunden ist alle Angst. Pip entschuldigt sich, dass er Posy erschreckt hat, und bietet ihr das Kostüm zum Ausprobieren an. Jetzt ist Posy das Monster. Die beiden Freunde spielen ausgelassen im Garten und lassen sich Posys Törtchen schmecken. Hurra!Pip und Posy sind beste Freunde – sie lieben es, zu spielen, Dinge zu basteln und Spaß zu haben. Aber hin und wieder sind sie wütend oder traurig, und manchmal laufen Dinge schief, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. Und genau dann machen Freundlichkeit und Verständnis – und eine Umarmung – alles wieder gut.

Die Bilderbuchreihe „Pip and Posy“ vom „Gruffalo“-Illustrator Axel Scheffler sind lustige Geschichten für die Allerkleinsten und nur ein Bespiel für die große Auswahl an englischsprachigen Kinderbüchern in der Stadtbibliothek. Die sehr schön illustrierten, spannenden und leicht verständlichen Geschichten sind ein sehr schöner Einstieg in die englische Sprache und machen Kindern und Eltern Freude.