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Straßenbeleuchtung wird weiter auf LED umgerüstet
Die Stadt Dieburg setzt die Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung fort: Seit Montag werden weitere Leuchten im Stadtgebiet auf moderne LED-Technik umgerüstet. Von den gut 2.000 Straßenleuchten in Dieburg ist inzwischen gut die Hälfte mit LED ausgestattet, die übrigen Leuchten werden zum größten Teil noch mit älterer Natriumdampftechnik betrieben. Mit der Umrüstung sollen der Energieverbrauch und die laufenden Betriebskosten deutlich reduziert werden.
Im ersten Schritt werden die Leuchten ausgetauscht, die zwischen bereits auf LED umgerüsteten Leuchten stehen. So kann das Straßenbild vereinheitlicht und die Beleuchtung in diesen Straßen auf einen einheitlichen technischen Stand gebracht werden. Darüber hinaus wird der südlichste Bereich der ehemaligen Bahntrasse zwischen B 26 und Rheingaustraße, eine rege genutzte Radverbindung, vollständig auf LED umgerüstet. Dabei kommt eine präsenzabhängige Beleuchtung zum Einsatz, was heißt: Die Leuchten werden mit Bewegungsmeldern ausgestattet, wie sie bereits am Herrnweg und auf der Campuswiese installiert sind. Das steigert nochmal die Energieeinsparung und belastet die Umgebung weniger mit ungewollter Lichtemission. Auch der Verbindungsweg zwischen Freibad und DJK-Gelände soll entsprechend modernisiert werden.
Im nächsten Schritt sind die Klein-Zimmerner-Straße zwischen Kaufland-Zufahrt und dem Kreisverkehr sowie der Mlada-Boleslav-Weg vorgesehen. Am Mlada-Boleslav-Weg sollen die Leuchten in den mittig gelegenen Grünstreifen versetzt und dadurch sowohl der Rad-, als auch der Fußweg gezielt ausleuchtet werden. Letztlich wird auch bei künftig notwenigen Reparaturen die Umstellung konsequent fortgeführt: Muss eine bestehende Leuchte in Dieburg ersetzt werden, wird grundsätzlich eine LED-Leuchte zum Einsatz kommen. Für die Umrüstung, die bis Ende 2027 abgeschlossen sein soll, stehen insgesamt rund 100.000 Euro zur Verfügung.
Rund 75 Prozent weniger Energieverbrauch
Mit der Umstellung kann die Stadt den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtungdeutlich reduzieren – wie groß das Einsparpotenzial ist, zeigt folgende Beispielrechnung:
- Eine herkömmliche Natriumdampfleuchte mit 70 Watt Leistungsaufnahme im Volllastbetrieb und 50 Watt im reduzierten Betrieb benötigt bei einer jährlichen Betriebszeit von 1.990 Stunden in Volllast und 2.185 Stunden im reduzierten Betrieb 249 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
- Eine vergleichbare LED-Leuchte kommt unter denselben Betriebsbedingungen mit 21 Watt im Volllastbetrieb und 11 Watt im reduzierten Betrieb auf 66 Kilowattstunden jährlich – der Stromverbrauch lässt sich somit um rund 183 Kilowattstunden beziehungsweise etwa 75 Prozent reduzieren.
- Dies entspricht etwa einer Einsparung von 65 Euro pro Leuchte und Jahr.
„Die Umrüstung auf LED ist eine vergleichsweise einfache Maßnahme, mit der wir dauerhaft Energie und Kosten einsparen können. Gleichzeitig ermöglicht die moderne Technik eine bedarfsgerechtere Steuerung der Beleuchtung“, erklärt Dieburgs Klimaschutzmanager Andreas Achilles. Denn neben dem geringeren Energieverbrauch bietet die LED-Technik weitere Vorteile: Das Licht lässt sich gezielter lenken und bedarfsgerechter steuern. In Bereichen mit Bewegungsmeldern kann die Beleuchtung beispielsweise nur dann stärker aktiviert werden, wenn sie tatsächlich benötigt wird – das spart zusätzlich Energie und trägt dazu bei, unnötige Lichtemissionen zu reduzieren.
