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Kultur & Museum
Eine „Über“-Lebensgeschichte
Julius Bendorf (1915-2016) gehörte zu den herausragendsten Sporttalenten seiner Generation. Als Jude blieb ihm während des Nationalsozialismus eine Karriere allerdings verwehrt, stattdessen erlebte er Verfolgung und Diskriminierung. Als einziger aus seiner Familie überlebte Julius Bendorf Zwangsarbeit und das Konzentrationslager Auschwitz. Nach dem Krieg wanderte er in die Vereinigten Staaten aus und wurde 60 Jahre später einer der wichtigsten Zeitzeugen für die Gemeinde Ober-Ramstadt, deren Ehrenbürger er war. Seiner Lebensgeschichte widmet sich die neue Sonderausstellung des Museums Schloss Fechenbach, die am 3. Mai eröffnet wird.

Das Foto unten zeigt Siegfried Levi (4. von rechts) in der 2. Mannschaft von Hassia Dieburg bei einem Privatspiel gegen Neu-Isenburg am 30.3.1930. Foto/ Repro: Museum Schloss Fechenbach
Die Ausstellung ist ein Projekt von Schülerinnen und Schülern der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt. In ihrem Projekt näherten sich Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Harald Höflein und Lea Kimmerle dem Leben von Julius Bendorf. Angeleitet durch den Graffiti-Künstler Jörn Heilmann entstanden großformatige Kunstwerke, die berührende, inspirierende und aussagekräftige Perspektiven auf das Leben von Julius Bendorf zeigen.
Ergänzt wird die Ausstellung durch begleitende Texte sowie Fotos aus Bendorfs Leben. Die ursprünglich im Museum Ober-Ramstadt präsentierte Ausstellung wird gefördert von der Deutschen Olympischen Gesellschaft und der TuS Makkabi Frankfurt. Das Museum Schloss Fechenbach rundet die Ausstellung aus eigenen Beständen mit einer Informationstafel über den Hassia-Fußballer Siegfried Levi ab.
Die Vernissage der Sonderausstellung „Julius Bendorf (1915-2016) – Eine ‚Über‘-Lebensgeschichte“ findet am Sonntag, 3. Mai 2026, ab 18 Uhr im Museum Schloss Fechenbach, Eulengasse 8, statt. Danach ist die Ausstellung bis 31. Mai zu den regulären Museums-Öffnungszeiten (donnerstags und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr) zu sehen. Weitere Informationen gibt es auf www.museum-schloss-fechenbach.de.
