Wirtschaftsförderung

ProChem


Alle Kessel stehen wieder unter Dampf
Eine Erfolgsbilanz konnte Geschäftsführer Gerhard Jakobi Bürgermeister Dr. Werner Thomas und Frau Sylvia Tautz von der städtischen Wirtschaftsförderung bei ihrem Firmenbesuch präsentieren: 2009 hatte die ProChem GmbH mit Hauptsitz in Oberthal (Saarland) den chemischen Synthesestandort im Dieburger Industriegebiet von der Pharmafirma „James Robinson“ übernommen und zunächst die Lagerhalle für Mischungen genutzt. Mittlerweise stehen alle Synthesekessel wieder unter Dampf. „Schon zur Eröffnung 2009 war ich vom unternehmerischen Mut, den Standort zu übernehmen, beeindruckt“, erklärte Bürgermeister Thomas im Gespräch mit den Geschäftsführern Gerhard Jakobi und Maik Heidinger am Anfang dieser Woche. Schon bald begann ProChem, nicht nur die Lagerhalle zu nutzen, sondern auch wieder chemische Synthesen im Auftrag von anderen Firmen durchzuführen. ProChem versteht sich als Dienstleistungspartner, der anderen Unternehmen hilft, Produktionsengpässe auszugleichen, oder in die industrielle Produktion ihrer Neuentwicklung einzusteigen, ohne gleich ein eigenes Werk errichten zu müssen. Hierfür verfügt das Werk Dieburg über ein Technikum mit Reaktoren bis zu einer Größe von 1400 Litern und zwei Produktionsbetriebe mit Reaktoren bis zu einem Volumen von 10 Kubikmetern. Die Beschäftigungszahl in Dieburg liegt derzeit bei 45. Im Bereich der Chemiefacharbeiter, Laboranten und Schlosser/Schweißer werden aktuell weitere Mitarbeiter gesucht, erläuterte der Werksleiter Niels Eildermann. Das liegt nicht nur an der ohnehin schon guten Auftragslage. Zudem berichtete der Leiter Marketing und Vertrieb, Dr. Christian Steidl, dass viele junge, innovative Firmen bei der ProChem anfragen, um ihre Synthesen vom Labor in den technischen Maßstab zu übertragen. Dieser wichtige Entwicklungsschritt ist eine der Kernkompetenzen der Firma ProChem. Das Werksgelände der ProChem in Dieburg hat eine Größe von 26.000 Quadratmetern. Der Standort ist ausgestattet mit eigenen Anlagen zur Generierung von Heißdampf und Stickstoff, sowie mit einer Abluftverbrennungsanlage, die eine Geruchsbelästigung der Nachbarn verhindern soll. Im Technikum und den beiden Produktionsgebäuden stehen insgesamt 40 Reaktoren mit Volumina zwischen 30 Litern und 10 Kubikmetern zur Verfügung.