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Museum
Der Mithras-Stein kehrt symbolisch an seinen Fundort zurück
Vor 100 Jahren begann an einem Ort in der Minnefelder Seestraße ein Kapitel, das die Geschichte der Stadt Dieburg bis heute prägt: Bei Bauarbeiten wurde dort 1926 das außergewöhnliche, zweiseitige Kultbild des römischen Gottes Mithras entdeckt. Der Fund gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse des Mithraskultes weltweit und zugleich als Ausgangspunkt der 100-jährigen Geschichte des Museums in Dieburg. Der spektakuläre Fund des Mithras-Heiligtums befand sich übrigens am Platz des von Peter Murmann 1926 neu erbauten Wohnhauses – Bauherr war der Großvater des bekannten Dieburger „Schafsmalers“ Hans-Peter Murmann, der auch dem Museum Schloss Fechenbach sehr verbunden war.

Der berühmte Mithrasstein in der Dauerausstellung des
Museums Schloss Fechenbach in Dieburg. Foto: Stadt Dieburg
Anlässlich des doppelten Jubiläums – 100 Jahre Mithras-Fund und 100 Jahre Museumsgeschichte – kehrt das Museum Schloss Fechenbach nun symbolisch an den Ursprung zurück. Unter dem Titel „Translatio Mithrae“ laden das Museum Schloss Fechenbach und der Museumsförderverein am Samstag, 19. September 2026, an den historischen Fundort in der Minnefelder Seestraße 30 ein: Den Auftakt bildet um 18 Uhr die feierliche Enthüllung einer neuen Gedenktafel am Fundort, die dauerhaft an die spektakuläre Entdeckung erinnern und die Bedeutung des Fundes für die Stadt- und Museumsgeschichte sichtbar machen soll. Ermöglicht wurde die Realisierung durch eine Spende des Museumsfördervereins.
Geschichte erlebbar machen
Anschließend wird der Mithras-Stein auf ungewöhnliche Weise auf seinen weiteren Weg geschickt: Eine Replik des historischen Kultbildes wird vom Fundort aus symbolisch zum heutigen Standort im Museum Schloss Fechenbach transportiert. Damit wird die Geschichte des Fundes und seines Weges vom Entdeckungsort zur musealen Präsentation unmittelbar erlebbar.
Im Museum angekommen, klingt der Abend bei einem Sektempfang aus. Dort besteht auch die Gelegenheit, gemeinsam in der aktuellen Sonderausstellung auf 100 Jahre bewahrte Geschichte zurückzublicken – und zugleich den Mithras-Stein in der Dauerausstellung zu bewundern. Die Aktion ist Teil des Rahmenprogramms der Sonderausstellung „100 Jahre Museum – 100 Jahre Mithras in Dieburg“, die noch bis zum 29. November im Museum Schloss Fechenbach zu sehen ist.
Das Museum Schloss Fechenbach, Eulengasse 8, ist donnerstags, freitags und samstags von 14 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es auf www.museum-schloss-fechenbach.de.
