Orgelmeile 2026

Konzert

Kategorie: Konzert

Orgelmeile 2026


Eintritt: 

12 Euro für ein Konzert / 20 Euro für zwei Konzerte 
26 Euro für drei Konzerte / 30 Euro für alle vier Konzerte
Ermäßigung für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende,  
Studierende und Menschen mit Behinderung  

Kartenvorverkauf: Stadt Dieburg, Markt 4 
Tel. 06071/2002-208, -209, -210
oder 0171-6336455 und kultur@dieburg.de


16:30 Uhr „Himmlische Klänge“

Victor Pribylov, Bajan

Alexander Grün, Orgel

Evangelische Kirche, Frankfurter Str. 1

 

Victor Pribylov begeisterte auf dem Bajan, dem chromatischen Knopfakkordeon, bereits am 28. März dieses Jahres im Rahmen der Dieburger Schlosskonzerte das Publikum. Er ist in Semipalatinsk (Kasachstan) aufgewachsen und studierte bei Professor Gennady Tschernitschka, dem damals wohl weltbesten Bajan Spieler. Pribylov wurde mehrmals bei nationalen und internationalen Wettbewerben in ganz Europa ausgezeichnet. Ab 1983 gab er Konzerte, die in der damaligen UDSSR landesweit im Radio und Fernsehen übertragenen wurden. Es folgten Einladungen zu Konzerten in die Niederlande und nach Deutschland. Seit 2011 lebt er im westdeutschen Raum, von wo aus er seinen nationalen und internationalen Konzertverpflichtungen nachkommt, aber auch als Straßenmusikant das Publikum begeistert.

 

Alexander Grün studierte studierte Kirchenmusik und Konzertfach Orgel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Thierry Mechler (Orgel, Klavier und Orgelimprovisation) und Otto Maria Krämer (Liturgisches Orgelspiel /Orgelimprovisation). Anschließend studierte er Orgel (Master specialisé) am Conservatoire royal de Bruxelles bei Benoît Mernier. Das Examen legte er mit dem Prädikat „avec la plus grande distinction“ ab. Er belegte Meisterkurse unter anderem bei Olivier Latry und Ben van Oosten. Alexander Grün war als Zweiter Basilikaorganist an der Päpstlichen Marienbasilika in Kevelaer sowie als Organist an St. Ursula Köln und an St. Agnes Köln tätig. Am 1. Februar 2026 wurde Alexander Grün als neuer Organist an St. Stephan Mainz und St. Ignaz Mainz eingeführt. Als Regionalkantor ist er für Mainz, Nieder-Olm und die AKK-Nordspitze zuständig.

 

Werke von Bach, Buxtehude, Vivaldi und Piazzolla

 

18:00 Uhr  „Mozart und seine Vorbilder“

Ensemble fantastique

Verena Schulte, Flöte - Tina Craß, Oboe - Martin Stoyanov, Klarinette - Martin Walz, Horn - Ursula Kramer, Fagott

Andreas Boltz, Orgel

Wallfahrtskirche, Altstadt 18

 

Das Ensemble fantastique wurde 2022 gegründet. Im Zentrum des Dieburger Programms „Mozart und seine Vorbilder“ steht eine kürzere Gelegenheitskomposition Mozarts, die er für eine zu seiner Zeit beliebte sogenannte Orgelwalze geschrieben hat, die auch in einer Fassung für Bläserquintett existiert. Zu Beginn des Konzerts trägt Andreas Bolz das Werk in seiner ursprünglichen Gestalt auf der Orgel vor. Im Anschluss präsentieren sich alle fünf Instrumente des Bläserquintetts solistisch unter der Leitidee „Mozarts Vorbilder“. Es werden Werke von Vater und Sohn Bach, aber auch Händel, Carl Stamitz und Francois Devienne erklingen – Vorläufer, aber auch Zeitgenossen, von denen Mozart gelernt und für sein eigenes Schaffen profitiert hat. Den Abschluss bildet die Musik für die Orgelwalze in der Version für Bläserquintett.

 

Andreas Boltz wirkt als Dommusikdirektor am Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus. Er ist künstlerischer Leiter der „Frankfurter Domkonzerte“ und konzertiert in dieser Reihe mehrmals jährlich als Organist. Darüberhinaus kommt er einer regen nationalen und internationalen Konzerttätigkeit nach. Von 1993 bis 2011 wirkte Boltz als Regionalkantor des Bistums Mainz in St. Ludwig, Darmstadt. 2013 erschien seine erste CD „Mainmixtures – Komponisten in Frankfurt“ und 2017 die Nachfolge-Produktion „Main-Stream“ aufgenommen an der Domorgel im Kaiserdom Frankfurt. Die CD „Marianische Orgelmusik“, eingespielt in der Dieburger Wallfahrtskirche, erschien ebenfalls beim Label www.organophon.de. 2018 erhielt Andreas Boltz den Schumann-Preis der Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main für besondere musikpädagogische Leistungen mit dem Aufbau der Frankfurter Domsingschule.

 

19:30 Uhr   „Darf ich bitten“

Markus Eichenlaub, Organist

Kath. Stadtkirche St. Peter und Paul, Steinstr. 3

 

Markus Eichenlaub ist eine herausragende Persönlichkeit in der Welt der Orgelmusik, dessen Karriere von bedeutenden Positionen, intensiver Lehrtätigkeit und anspruchsvollen künstlerischen Projekten geprägt ist. Von 2010 bis 2026 war Markus Eichenlaub als Domorganist am Speyerer Kaiser- und Mariendom für die gesamte liturgische wie konzertante Orgelmusik verantwortlich. Im Sommer 2026 trat er seine neue Stelle an der renommierten Jesuitenkirche in Heidelberg an, wo er nicht nur mit den beiden hervorragenden Kuhn-Orgeln das Literaturspiel und die Improvisation auf hohem Niveau prägt, sondern auch die Leitung der traditionsreichen Cappella Palatina.

 

Fundiert ausgebildet an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart, schloss er sein Studium der Kirchenmusik und Orgel mit dem Konzertexamen ab. Seine pädagogischen Fähigkeiten stellte er von 2000 bis 2010 als ordentlicher Professor für Orgelliteratur und Liturgisches Orgelspiel an der Essener Folkwang Universität unter Beweis. Diese Zeit überschnitt sich mit seiner Tätigkeit als Limburger Domorganist von 1998 bis 2010.

 

Im Jahr 2000 führte er das vollständige Orgelwerk von Johann Sebastian Bach auf. Im Speyerer Dom folgten 2012 die zehn Orgelsymphonien von Charles-Marie Widor und 2022 die großen Orgelwerke von César Franck.

Über seine kirchenmusikalischen Verpflichtungen hinaus pflegt Markus Eichenlaub eine rege solistische internationale Konzerttätigkeit. Sein künstlerisches Ausnahmetalent wurde durch zahlreiche internationale Wettbewerbspreise gewürdigt, wobei der 1. Preis beim „Internationalen Schnitger-Wettbewerb“ im niederländischen Alkmaar besonders hervorsticht.

 

Werke von Bach, Hielscher, Cholley, Alain, Willscher, Bovet und Michel

 

21:00 Uhr    „D.O.O.R. - Rock the Church“          

D.O.O.R. – Deep Organ on Rock, Projektband

Bernhardt Brand-Hofmeister, Orgel

Kath. Kirche St. Wolfgang, Berliner Str. 35

 

D.O.O.R. ist der Versuch, Klassiker der Rockmusik mit dem klassischen Instrument der Kirchenmusik zu verbinden. Das Projekt will eine Tür öffnen zwischen alter und neuer Musik, durch die Kombination von alten und neuen Instrumenten. So spielt die Kirchenorgel mit E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxophon Klassiker der Rockmusik und bringen Stücke von Deep Purple, Santana, The Doors u.a.m. zu Gehör. Dem Kenner der Rockmusikszene wird schon in der Namensgebung dieses Musikprojekts die Assoziation zum ersten Album der britischen Hard-Rockband Deep Purple aufgefallen sein mit dem Titel „Deep Purple In Rock“.

 

Bernhardt Brand-Hofmeister, in Darmstadt geboren, legt den Schwerpunkt seiner regen Tätigkeit als Konzertorganist auf die Improvisation in allen Stilrichtungen. Es entstanden Beiträge für Rundfunk und Fernsehen. Er spielte CD's ein und trat bei besonderen Veranstaltungen wie Jazz-Gottesdiensten auf. Es ist ihm dabei wichtig, junge Menschen für die Orgel zu begeistern. Seit 2011 ist er hauptamtlicher Organist an der großen Steinmeyerorgel der Ev. Johanneskirche in Darmstadt.

Die CD von D.O.O.R. mit Rockklassikern von DEEP PURPLE, wie „Speed King“ und „Smoke on the Water“, SANTANA „Black Magic Woman”, “Gypsy Queen”, “Oye Como Va”, “Samba Pa Ti”, PROCUL HARUM “A Whiter Shade of Pale”, IRON BUTTERFLY “In-A-Gadda-Da-Vida” u.a. - arrangiert für Kirchenorgel und die D.O.O.R-Projektband – begeistert Rock- und Orgelfans gleichermaßen (www.organophon.de).

 

Klassiker der Rockmusik: Carlos Santana, Uriah Heep, John Miles, Led Zeppelin, Blood Sweat &Tears, u.a.