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Stadtbibliothek
„Buchtipps aus der Stadtbibliothek“
Mit der Rubrik „Buchtipps aus der Stadtbibliothek“ stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre persönlichen Lieblingsbücher aus dem Bestand vor – im Juli teilt Astrid Storck ihre drei Leselieblinge:
„Der Wald“ von Tibor Rode
Was wäre, wenn Natur und Technik sich gegen uns verbünden? Tibor Rodes wissenschaftlich top recherchierter What-if-Thriller handelt von der Intelligenz der Pflanzen, selbstlernenden Algorithmen, einem zerstörerischen Ökosystem – und dem möglichen Ende der Menschheit.
Weltweit sorgen anonym verschickte Postsendungen für Aufruhr: Tausende Menschen erhalten scheinbar harmlose Päckchen mit Saatgut. Zwar warnen die Behörden davor, die Samen einzupflanzen, doch da ist es schon zu spät. Eine bislang unbekannte, invasive Pflanze breitet sich in rasantem Tempo aus – und bringt auf der ganzen Welt Krankheit und Tod. Denn sie selbst und ihre Pollen sind hochgradig gefährlich. Der Botaniker Marcus Holland, der auf dem Gebiet der Pflanzen-Neurobiologie forscht, ist überzeugt, dass die pflanzliche Intelligenz bislang unterschätzt wird. Umso mehr fasziniert ihn der Eindringling und jagt ihm gleichzeitig Angst ein. Seine Suche nach dem Ursprung der Päckchen mit den angsteinflößenden Samen führen ihn und die Archäobiologin Waverly Park von Kanada über China zurück nach Deutschland, wo sie eine schier unglaubliche Entdeckung machen ...
Der Autor hat hier einen spannenden Umwelt-Thriller geschrieben. Menschen auf der ganzen Welt bekommen Briefe mit Pflanzensamen und da die Neugier siegt, wird der Samen gleich eingepflanzt. Hiermit beginnt die globale Bedrohung. Die wachsende Pflanze trotzt allen Widernissen und der Fortbestand der Menschheit ist in Gefahr. Doch wie kann man sie stoppen?
Ein Öko-Thriller der zum Nachdenken anregt. Dieses Buch kann man einfach nicht mehr aus der Hand legen. Spannung bis zum Schluss.
„Familia“ von Lauren E. Rico
Was wäre, wenn sich deine grundlegendsten Überzeugungen über dein Leben plötzlich als Lüge entpuppen würden?
Gabby Di Marcos Leben in New York wird auf den Kopf gestellt, als sie das Ergebnis ihres DNA-Tests erhält: Sie hat eine Schwester! Doch Gabby ist Einzelkind. Ihre Eltern, die bereits verstorben sind, kann sie nicht mehr fragen, und so beschließt sie, ihre angebliche Verwandte in Puerto Rico aufzusuchen und der Sache auf den Grund zu gehen. Isabella Ruiz ist überglücklich, als sie die Nachricht über die Seite der Verwandtschaftsermittlung erhält. Nach all den Jahren wird sie ihre kleine Schwester Marianna wiedersehen, die mit sieben Monaten spurlos verschwunden ist. Aber wie kann sie Gabby davon überzeugen, wer sie wirklich ist? Die beiden begeben sich auf eine Spurensuche in San Juan und kommen der Wahrheit mit jedem Schritt näher. Was ist vor 25 Jahren wirklich passiert?
Wie fühlt man sich, wenn man eine Mail erhält und erfährt, dass man plötzlich eine Schwester hat und dass die Eltern, die einen großgezogen haben, nicht die eigentlichen sein sollen? Wer sich selbst schon mit Ahnenforschung beschäftigt hat, kann sich gut in Gabby hineinversetzen. Sie beschließt also von New York nach Puerto Rico zu reisen, um dem ganzen auf den Grund zu gehen.
Ein spannendes Buch in dem die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft wird. Dieser Roman geht unter der Haut. Könnte man vielleicht selbst so eine Nachricht erhalten?
„Die Essensfälscher – Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen“ von Thilo Bode
„Bio“, „Wellness“, „Tradition“: Wie uns die Lebensmittelindustrie nach Strich und Faden belügt und was wir dagegen tun können.
Noch nie waren Lebensmittel so gut wie heute? Von wegen! Thilo Bode, Gründer der Verbraucherorganisation foodwatch, seziert die ausgebufften Strategien der Lebensmittelkonzerne. „Fitness“-Produkte? Machen nicht fit, sondern fett. Der traditionell und regional hergestellte Schwarzwälder Schinken? Stammt tatsächlich aus Massentierhaltung und kommt aus ganz Europa. „Gesunde“ Kinderprodukte? Versteckte Zuckerbomben. Bio-Apfelgetränke? Haben noch nie einen Apfel gesehen…
In diesem Buch schaut der Autor hinter die Kulissen der Nahrungskonzerne und man erfährt erschreckende Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie. Unter anderem beschäftigt er sich mit Werbelügen und wieviel Chemie sich in unserem Essen befindet. Von wegen „gesundes Frühstück“ – nur zum Lachen, wieviel Zucker in den Fertigpackungen steckt. Oder die „besondere Schnitte“ für Kinder. Wie der Verbraucher mit Werbeslogans an der Nase herumgeführt wird. In weiteren Kapiteln werden Missstände bei den staatlichen Lebensmittelkontrolle oder den Machenschaften von Lebensmittelherstellern behandelt.
Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen. Man geht danach mit ganz anderen Augen im Supermarkt einkaufen.
