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Stadtbibiothek
„Buchtipps aus der Stadtbibliothek“
Mit der Rubrik „Buchtipps aus der Stadtbibliothek“ stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre persönlichen Lieblingsbücher aus dem Bestand vor – im Juni teilt Hannelore Stuckert ihre drei Leselieblinge:
„Starfish“ von Lisa Fipps
Ellie hat ein Problem; das heißt, eigentlich nicht sie, sondern fast die ganze Welt hat ein Problem mit ihr. Ellie ist nämlich dick. Deshalb hat sie eine ganze Liste mit Dicke-Mädchen-Regeln. Dicke Mädchen dürfen nicht auffallen. Dicke Mädchen dürfen nicht laut sein. Dicke Mädchen dürfen nicht beim Essen gesehen werden. Nur im Wasser fühlt Ellie sich frei. Mit der Hilfe ihrer neuen Freundin Catalina und deren Familie, ihres Vaters und sogar ihrer zuerst ungeliebten Therapeutin lernt Ellie, sich und ihren Platz in der Welt zu behaupten. Ein wunderbares Buch für jeden, der schon einmal gehört hat, wie… er sein könnte, wenn er nur… Aber auch für diejenigen, die das schon einmal gedankenlos gesagt haben – denn jeder hat ein Recht auf einen guten Platz in dieser Welt!
„Die Flüsse von London“ von Ben Aaronovitch
Der frisch vereidigte Police Constable Peter Grant bereitet sich auf ein Leben am Schreibtisch vor, als er es am Tatort eines Mordes mit einem ungewöhnlichen Zeugen zu tun bekommt, einem Geist. Daraufhin wird Peter Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Jetzt muss er magische Morde aufklären, Vampire verfolgen, einen Frieden zwischen der Göttin und dem Gott der Themse verhandeln und zusätzlich noch Latein lernen! Ich liebe Bücher, die sich selbst nicht ganz ernst nehmen, und ich lese gerne Fantasy, insofern hat dieses Buch alles, was ich mir wünschen kann. Es ist der erste Band einer Reihe, die ich uneingeschränkt empfehlen kann, aber leider musste ich mich ja auf ein Buch beschränken…
„Goth Girl and the Ghost of a Mouse“ von Chris Riddell
Ada Goth lebt auf Ghastly-Gorm Hall. Zusammen mit ihren Freunden vom Attic Club erforscht sie das weitläufige Herrenhaus mit seinen vielen Geheimnissen, Geistern und seltsamen Begebenheiten. Eigentlich ein Kinderbuch. Und außerdem noch fremdsprachig. Dieses Buch ist trotzdem eines meiner absoluten Lieblingsbücher, weil es sich selbst nicht so ernst nimmt. Mein Tipp: unbedingt mindestens zwei Mal lesen. Das erste Mal wegen der spannend und witzig geschriebenen Geschichte und der detailreichen Bilder, das zweite Mal auf der Jagd nach den unzähligen Anspielungen auf Klassiker der Weltliteratur, Sprichwörter, Filme und die in England so beliebten ‚Puns‘ – die gleich klingenden Wörter, die komplett unterschiedliche Bedeutungen haben. In der Stadtbibliothek ist das Buch auch in deutscher Übersetzung erhältlich, aber trotz heldenhafter Bemühungen des Übersetzers kann eben doch die Komik des Originals nicht in jedem Fall ins Deutsche übertragen werden. Ich empfehle das Original.
