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Museum
Baugeschichte und Architektur der Synagogen im Fokus
Mit einem weiteren Fachvortrag wird die Reihe zur Vorstellung des Gedenkbuches „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ im Museum Schloss Fechenbach fortgesetzt: Am Freitag, 22. Mai 2026, spricht die Kunsthistorikerin Cornelia Berger-Dittscheid über die „Synagogen in Dieburg – Baugeschichte und Architektur“. Die Referentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts an der Goethe-Universität Frankfurt und Co-Autorin des umfangreichen Dieburg-Beitrags im Gedenkbuch.
In ihrem Vortrag stellt sie die bauhistorischen Erkenntnisse zu den Dieburger Synagogen vor und zeigt, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen in Architektur, Ausstattung und Nutzung der Gebäude widerspiegeln. Dabei wird deutlich, dass Synagogen nicht nur religiöse Orte waren, sondern auch Ausdruck der Stellung jüdischer Gemeinden innerhalb der Stadtgesellschaft. Der Vortrag baut auf den ersten Termin der Reihe auf, der am 20. März 2026 stattfand und sich mit neuen Forschungen zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Dieburg beschäftigte. Während dort die historische Entwicklung im Mittelpunkt stand, richtet sich der Blick nun gezielt auf die baulichen Zeugnisse jüdischen Lebens.
Zum Gedenkbuch „Zerbrechliche Nachbarschaft“
Das Gedenkbuch „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ ist ein groß angelegtes wissenschaftliches Projekt der Goethe-Universität Frankfurt und dokumentiert erstmals umfassend die rund 400 Synagogen in Hessen. Der erste Band erschien Ende 2025 und umfasst unter anderem die Region Darmstadt-Dieburg. Mehrere Stadtarchive – darunter auch das Dieburger Stadtarchiv – waren an der Entstehung beteiligt.
Auf Grundlage dieser intensiven Archivrecherchen werden nicht nur Architektur und Ausstattung der Gebäude beschrieben, sondern auch die Geschichte der jüdischen Gemeinden sowie ihrer zentralen Einrichtungen wie Rabbinat, Mikwe, Schule und Friedhof. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenleben von jüdischer und nichtjüdischer Bevölkerung über mehrere Jahrhunderte hinweg – geprägt sowohl von Ausgrenzung und Verfolgung als auch von Phasen friedlicher Koexistenz. Auch die Ereignisse der Reichspogromnacht 1938 sowie die weitere Entwicklung der Synagogen nach 1945 werden differenziert aufgearbeitet.
Der Vortrag die „Synagogen in Dieburg – Baugeschichte und Architektur“ findet im Museum Schloss Fechenbach, Eulengasse 8, in Dieburg statt. Beginn ist um 18 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an info@museum-schloss-fechenbach.de oder telefonisch unter (06071) 2002-460. Das Gedenkbuch „Zerbrechliche Nachbarschaft“ ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-11-143392-9), außerdem steht der Band als Open-Access-Publikation kostenfrei online zum Download zur Verfügung (Regierungsbezirk Darmstadt: Südlicher Teil - Band 1.1).
